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Bamberger Symphoniker

(Sir András Schiff)

Wo

Heinrich-Lades-Halle, Großer Saal, Erlangen

Tag

Uhrzeit

Besetzung

Sir András Schiff, Klavier und Leitung

Programm

Joseph Haydn
Sinfonie Nr. 99 Es-Dur

Béla Bartók
Tanz-Suite

Ludwig van Beethoven
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 Es-Dur op. 73

The Knight Bachelor Sir András Schiff adelt die Musik

Wenn Sir András Schiff in Erlangen gastiert, dann präsentiert der gVe einen der angesehensten Musiker weltweit. Man verehrt den Grandseigneur der Klaviermusik für die Ernsthaftigkeit seiner musikalischen Aussage und die Tiefe der Erkenntnis, die er nicht nur intellektuell erreicht, sondern die er auch meisterhaft in seinen Interpretationen wirken lässt.

Sir András Schiff wurde 1953 in Budapest geboren. Den ersten Klavierunterricht erhielt er im Alter von fünf Jahren bei Elisabeth Vadász. Später setzte er sein Studium an der Franz-Liszt-Akademie in Budapest bei Prof. Pál Kadosa, György Kurtág und Ferenc Rados sowie bei George Malcolm in London fort.

Ein wichtiger Teil seiner Tätigkeit sind Klavierabende – und da im Besonderen die zyklischen Aufführungen der Klavierwerke von Bach, Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Chopin, Schumann und Bartók. Sir András Schiff hat in mehr als 20 Städten den kompletten Zyklus sämtlicher Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven in chronologischer Reihenfolge aufgeführt. Sowohl die Livemitschnitte seiner Konzerte als auch seine unzähligen CD-Einspielungen erhalten regelmäßig höchste Auszeichnungen. Für seine Einspielung „Geistervariationen“ mit Werken von Robert Schumann (ECM) erhielt Sir András Schiff den International Classical Music Award 2012 in der Kategorie „Solo Instrument. Recording of the year“.
Sir András Schiff tritt mit den meisten international bedeutenden Orchestern und Dirigenten auf. Einen Schwerpunkt setzt er auf die Aufführung der Klavierkonzerte von Bach, Mozart und Beethoven unter eigener Leitung. Dafür gründete er 1999 sein eigenes Kammerorchester, die Cappella Andrea Barca, mit der er, wie auch mit dem Chamber Orchestra of Europe, als Dirigent und Solist eng zusammenarbeitet.

Seit früher Jugendzeit ist Sir András Schiff ein leidenschaftlicher Kammermusiker. So leitete er die Musiktage Mondsee und, gemeinsam mit dem Oboisten Heinz Holliger, die Ittinger Pfingstkonzerte in der Kartause Ittingen in der Schweiz. Seit 1998 findet im Teatro Olimpico in Vicenza unter seiner Regie die Konzertreihe Omaggio a Palladio statt.

Sir András Schiff findet für sein herausragendes musikalisches Schaffen international größte Anerkennung. So ist er Ehrenmitglied des Beethoven-Hauses Bonn, Inhaber der Medaille der Wigmore Hall und Träger des Robert-Schumann-Preises der Stadt Zwickau. Dem Künstler wurde die Goldene Mozart-Medaille der Internationalen Stiftung Mozarteum verliehen, er erhielt den „Orden pour le mérite für Wissenschaften und Künste“, ist Ehrenmitglied des Wiener Konzerthauses und „Special Supernumerary Fellow of Balliol College“ (Oxford, UK). Sir András Schiff ist Träger des Großen Verdienstkreuzes mit Stern der Bundesrepublik Deutschland, und er erhielt mit der Goldmedaille der Royal Philharmonic Society in London die höchste Auszeichnung dieser Gesellschaft. Die University of Leeds verlieh ihm die Ehrendoktorwürde, und im Juni 2014 wurde er von Queen Elizabeth II. für seine Verdienste für die Musik zum Ritter geschlagen.

Im Frühjahr 2011 bezog Sir András Schiff öffentlich gegen die alarmierende politische Entwicklung in Ungarn Stellung. Aus den teilweise beleidigenden Angriffen, denen er sich daraufhin vonseiten ungarischer Nationalisten ausgesetzt sah, hat Sir András Schiff die Konsequenz gezogen, in seiner Heimat keine Konzerte mehr zu geben.
Freuen wir uns auf seine Darbietung des Klavierkonzerts Nr. 5 von Ludwig van Beethoven – Werktreue in nobelstem Glanz ist garantiert, wenn er vom Flügel aus die Bamberger Symphoniker leitet.

Text: Ralf René Reese

Sir András Schiff
© Lukas Beck
Sir András Schiff
© Peter Fischli | Lucerne Festival

Sir András Schiff

Sir András Schiff wurde 1953 in Budapest geboren. Den ersten Klavierunterricht erhielt er im Alter von fünf Jahren bei Elisabeth Vadász. Später setzte er sein Studium an der Franz-Liszt-Akademie in Budapest bei Prof. Pál Kadosa, György Kurtág und Ferenc Rados sowie bei George Malcolm in London fort.

Ein wichtiger Teil seiner Tätigkeit sind Klavierabende, und da im Besonderen die zyklischen Aufführungen der Klavierwerke von Bach, Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Chopin, Schumann und Bartók. Seit 2004 hat Sir András Schiff in mehr als 20 Städten den kompletten Zyklus sämtlicher Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven in chronologischer Reihenfolge aufgeführt. Deren Live-Mitschnitte aus der Zürcher Tonhalle auf CD (ECM) erhielten höchste Auszeichnungen. Für seine Einspielung „Geistervariationen“ mit Werken von Robert Schumann (ECM) erhielt Sir András Schiff den International Classical Music Award 2012 in der Kategorie „Solo Instrument. Recording of the year“. Im Herbst 2017 erschien eine Duo-CD zusammen mit seiner Frau Yuuko Shiokawa (Violine) mit Werken von J.S. Bach, F. Busoni und L. van Beethoven sowie 2019 eine Einspielung mit Klavierwerken von F. Schubert. Seine jüngsten Aufnahmen stammen aus den letzten beiden Jahren: Eine Kammermusik-Edition in Zusammenarbeit mit dem Klarinettisten und Komponisten Jörg Widmann enthält neben den beiden Klarinettensonaten op. 120 von J. Brahms die von J. Widmann komponierten und Sir András Schiff gewidmeten Intermezzi für Klavier. Die neueste Einspielung mit einer Aufnahme der beiden Klavierkonzerte von J. Brahms auf einem Blüthner-Flügel mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment erschien 2021.

Sir András Schiff tritt mit den meisten international bedeutenden Orchestern und Dirigenten auf. Einen Schwerpunkt setzt er auf die Aufführung der Klavierkonzerte von Bach, Mozart und Beethoven unter eigener Leitung. 1999 gründete er sein eigenes Kammerorchester, die «Cappella Andrea Barca», mit der er, wie auch mit dem Chamber Orchestra of Europe, als Dirigent und Solist eng zusammenarbeitet.

Seit früher Jugendzeit ist Sir András Schiff ein leidenschaftlicher Kammermusiker. Von 1989 bis 1998 leitete er die Musiktage Mondsee, ein Kammermusikfestival, das hohe internationale Anerkennung fand. Gemeinsam mit Heinz Holliger hatte er von 1995 bis 2013 die Künstlerische Leitung der Ittinger Pfingstkonzerte in der Kartause Ittingen, Schweiz, inne. Seit 1998 findet im Teatro Olimpico in Vicenza unter der Leitung von Sir András Schiff die Konzertreihe «Omaggio a Palladio» statt.

Sir András Schiff wurde mit mehreren internationalen Preisen ausgezeichnet. Er wurde im Juni 2006 für seinen ausserordentlichen Rang als Beethoven-Interpret durch die Wahl zum Ehrenmitglied des Beethoven-Hauses Bonn gewürdigt. Im September 2008 erhielt Sir András Schiff die Medaille der Wigmore Hall für sein dortiges 30jähriges musikalisches Wirken. Sir András Schiff ist ausserdem Träger des Robert-Schumann-Preises der Stadt Zwickau des Jahres 2011. Im Januar 2012 wurde dem Künstler die Goldene Mozart-Medaille der Internationalen Stiftung Mozarteum verliehen. Im darauf folgenden

Juni erhielt er den „Orden pour le mérite für Wissenschaften und Künste“. Im selben Jahr wurde er zum Ehrenmitglied des Wiener Konzerthauses und zum „Special Supernumerary Fellow of Balliol College“ (Oxford, UK) ernannt. Sir András Schiff wurde 2012 das Grosse Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Für sein herausragendes musikalisches Schaffen erhielt er im Dezember 2013 in London mit der Goldmedaille der Royal Philharmonic Society die höchste Auszeichnung dieser Gesellschaft. Im Juli 2014 verlieh ihm die University of Leeds und im März 2018 seine Königliche Hoheit Prinz Charles als Präsident des Royal College of Music die Ehrendoktorwürde.

Im Frühjahr 2011 hat Sir András Schiff für Aufsehen gesorgt, als er öffentlich gegen die alarmierende politische Entwicklung in Ungarn Stellung bezog. Aus den teilweise beleidigenden Angriffen, denen er sich daraufhin von Seiten ungarischer Nationalisten ausgesetzt sah, hat Sir András Schiff die Konsequenz gezogen, in seiner Heimat keine Konzerte mehr zu geben.

Im Juni 2014 wurde er von Queen Elizabeth II für seine Verdienste für die Musik in den Adelsstand erhoben. Seit Dezember 2014 ist Sir András Schiff Ehrenbürger der Stadt Vicenza.

Im März 2017 erschien im Bärenreiter und Henschel-Verlag sein Buch „Musik kommt aus der Stille“ mit Essays und Gesprächen mit Martin Meyer.

Bamberger Symphoniker

Die Bamberger Symphoniker sind ein außergewöhnliches Orchester in einer außergewöhnli-chen Stadt. Bamberg ohne seine Symphoniker, das wäre eine Stadt, der etwas Wesentliches fehlte, etwas Elementares, wie die Luft zum Atmen: Fast 10% der heimischen Bevölkerung sind AbonnentInnen in einer der fünf eigenen Konzertreihen. Hinzu kommen etliche, eben-falls fast ausnahmslos ausverkaufte Sonderkonzerte.

Und doch sind die Bamberger Symphoniker weit mehr als das musikalische Zentrum der Stadt und der ganzen Region. Sie sind eines der reisefreudigsten Orchester Deutschlands überhaupt: Seit 1946 begeistern sie ihr Publikum weltweit mit ihrem charakteristisch dunk-len, runden und strahlenden Klang. Mit weit mehr als 7.300 Konzerten in über 500 Städten und 63 Ländern sind sie zudem als Bayerische Staatsphilharmonie zum Kulturbotschafter Bayerns und ganz Deutschlands geworden und regelmäßig auf Tourneen z.B. in den USA, in Südamerika, Japan und China unterwegs.

Die Umstände ihrer Gründung machen die Bamberger Symphoniker zu einem Spiegel der deutschen Geschichte: 1946 trafen ehemalige Mitglieder des Deutschen Philharmonischen Orchesters Prag in Bamberg auf KollegInnen, die ebenfalls infolge der Kriegs- und Nach-kriegswirren aus ihrer Heimat hatten fliehen müssen, und gründeten das »Bamberger Ton-künstlerorchester«, kurze Zeit später umbenannt in Bamberger Symphoniker. Ausgehend von dem Prager Orchester lassen sich Traditionslinien bis ins 19. und 18. Jahrhundert ziehen. Damit reichen die Wurzeln der Bamberger Symphoniker zurück bis zu Mahler und Mozart.

Mit dem Tschechen Jakub Hrůša, seit September 2016 fünfter Chefdirigent der Bamberger Symphoniker, spannt sich nun, mehr als sieben Jahrzehnte nach der Orchestergründung, wieder eine Brücke zwischen den geschichtlichen Wurzeln der Bamberger Symphoniker und ihrem Heute.

Einen nicht unwesentlichen Beitrag zum weltweit hohen Bekanntheitsgrad der Bamberger Symphoniker haben von Anfang an auch unzählige in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk entstandene Konzertübertragungen sowie Rundfunk-, Schallplatten- und CD-Produktionen geleistet. Besonders in der außergewöhnlichen Zusammenarbeit mit Chefdirigent Jakub Hrůša sind bereits herausragende und mehrfach preisgekrönte Aufnahmen entstanden: Die Aufnahme von Martinůs 4. und Dvořáks einzigem Klavierkonzert mit Pianist Ivo Kahánek (bei Supraphon) wurde 2019 mit dem hochangesehenen tschechischen »Anděl-Preis« sowie dem renommierten BBC Music Magazine Award ausgezeichnet. Eine von mittlerweile zwei erschienenen Doppel-CDs mit Symphonien von Johannes Brahms und Antonín Dvořak wurde vom BBC Music Magazine im März 2019 als »Recording of the Month« ausgezeichnet. Die Edition wird im Frühjahr 2022 mit zwei weiteren CDs vervollständigt.

2019 beschritt das Orchester mit einer weiteren Einspielung von Smetana’s “Má vlast” im „direct-to-disc“-Verfahren, bei welchem ohne digitale Nachbearbeitung direkt auf die Schallplatte aufgezeichnet wird, neue Wege und schuf ein heutzutage beinahe einzigartiges Klangerlebnis. Die Aufnahme von Mahlers 4. Symphonie (2020; bei BIS) wurde Ende 2021 mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Es folgte eine Einspielung von Anton Bruckners 4. Symphonie in allen drei Fassungen, vereint in einer Edition – ein bis dato einzigartiges Projekt, das im Januar 2022 den International Classical Music Award gewann.

2021 erschien ein Hörbuch, in dem die die 75-jährige Geschichte der Bamberger Symphoniker, deren Wurzeln nach Prag über die Zeit Gustav Mahlers bis zu Lebzeiten Mozarts reichen, aufgearbeitet wird (beides accentus music).

Dass in dieser Zusammenarbeit auch viel Wert auf programmatische Inhalte bei den Konzerten gelegt wird, bezeugt die Auszeichnung des Deutschen Musikverleger-Verbands für „Das beste Konzertprogramm“ im Frühjahr 2018. Im Jahr 2020 erhielt das Orchester den Bayerischen Staatspreis für Musik.

Bamberger Symphoniker
© Andreas Herzau
Sir András Schiff
© Nadia F. Romanini | ECM Records