Orchester Ausschnitt
© Larisa Birta | Unsplash

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Bald, bald ist´s so weit: Beethoven wird 250 Jahre alt, jung, immerbleibend. Der Bärenreiter-Verlag in Kassel, eines der renommiertesten musikalischen Verlagshäuser, hat dazu viel Interessantes und Neues herausgebracht.

Immer wieder interessant sind die Jubiläumsgedenkjahre von Komponisten. 2020 wird einer der ganz Großen gedacht: Die Musikwelt, ach was, die ganze Welt feiert Ludwig van Beethoven. Seine „Freuden-Hymne“, die „Elise“, und das prägnante „Ta-ta-ta--taa“ der V. Symphonie sind nur wenige seiner berühmten „Hits“.

In wenigen Tagen beginnt die  neue Konzertsaison 2019/20 des gVe. Mit der Geigerin Nicola Benedetti ist für den Konzertauftakt ein Star gewonnen, der seit einigen Jahren weltweit Furore macht.

Werner Heider, einer der bedeutendsten Komponisten Neuer Musik, wurde im Mai 2019 zum Ehrenmitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste gewählt.

Der gVe Erlangen gratuliert dem neuen Ehrenmitglied von Herzen zu dieser großen Auszeichnung!

Die Beziehungen von Musikern zu Musikinstrumenten – oft sind es echte „Affaires de Cœur“, echte Herzensangelegenheiten. Händel bekannte sich in seiner englischen Wahlheimat dezidiert zur Oboe als seinem „favourite Instrument“ (seinem Lieblingsinstrument), Richard Strauss schrieb für das Horn – nicht zuletzt aus Verehrung für seinen Vater, den legendären Hornisten – schönste Solo-Stellen, und Mozart hatte mit der Klarinette eine geradezu „erotische“ Liebesbeziehung. Was für Komponisten gilt, das gilt aber noch viel mehr für die Instrumentalisten, für die tatsächlichen Spieler der Instrumente – denn die wissen auch noch zu schätzen, aus welchem „Haus“ das jeweilige Instrument stammt, wer es gebaut hat und welche ganz spezifische Eigenschaften seinen Charakter ausmachen.

Arnold Schönberg sah in seiner 1. Kammersymphonie op. 9 später den „wirklichen Wendepunkt“ seines Komponierens. Das Werk, entstanden 1905/1906 und abgeschlossen am Tegernsee, markiert in Schönbergs Schaffen die Abkehr von den spätromantischen Riesenbesetzungen seines Frühwerks (Gurre-Lieder, Pelleas und Melisande) und bereitet in seiner freien, bis an den äußersten Rand gedehnten Tonalität die spätere Hinwendung zur Atonalität vor.

Es ist garnicht so leicht Szymon Nehring telefonisch zu erreichen. Seit seinem sensationellen Sieg beim Rubinstein-Wettbewerb 2017, tourt der 23-Jährige durch die Welt und vervollständigt sein Können zusätzlich an der Yale-Universität in der Pianisten-Schmiede von Professor Boris Berman.

Anmerkungen zu einem immateriellen Unesco-Kulturerbe und dessen Gebrauch

Ein Evergreen wird 200 Jahre alt. Nein, nicht zur Sommerszeit, sondern nur im Winter, wenn es schneit. Oder auch nicht schneit. Das Weihnachtslied „Stille Nacht“ ist nicht irgendein Evergreen, es ist vermutlich das bekannteste Lied weltweit.

Wenn ich ein Flügel wär´ - Eine musikalische Buchempfehlung zur Weihnachtszeit und nicht nur dafür

Es gibt so viele „kleine“ Bücher: „Der kleine Prinz“, „Die kleine Hexe“, „Das kleine Gespenst“ oder „Die kleine Raupe Nimmersatt“. Das Autorengespann Joja Wendt und Kester Schlenz hat ein kleines Buch geschrieben mit dem Titel „Der kleine Flügel“. Und der kommt ganz groß raus, ist schon rausgekommen, vor sechs Jahren, 2012, aber das tut bei zeitlos guten Büchern nichts zur Sache, wenn der geneigte Leser, die geneigte Leserin auf der Suche nach einem witzigen und spannenden Buch ist, in welcher die Musik eine Hauptrolle spielt. Worum geht es in dem farblich hübsch aufgemachten Band mit 256 vergnüglich zu lesenden Seiten?

In Erlangen: Bendas Melodram "MEDEA"

Der 1876 gegründete Gemeinnützige Theater- und Konzertverein Erlangen (gVe) bewies Mut, indem er seine neue Saison mit dem Melodram Medea von Georg Anton Benda (1722-1794) eröffnete und dadurch die seltene Begegnung mit dem Genre ermöglichte.

Der Erlanger gVe-Steinway-Konzertflügel wurde in den vergangenen Monaten nach Hamburg zur Generalüberholung transportiert. Dieser Tage kommt das wertvolle Instrument in die Erlanger Ladeshalle zurück.. Der gVe sprach mit dem Hartwig Kalb, Klavierbauer und Kundendienstleiter bei „Steinway & Sons“ in Hamburg.

Der antike Mythos von Medea, einer der faszinierendsten Frauengestalten überhaupt, ist bis in unsere Gegenwart lebendig und produktiv geblieben – etwa in den großartigen Filmen von Pier Paolo Pasolini und Lars von Trier, in Christa Wolfs Roman Medea. Stimmen oder in Aribert Reimanns Medea-Oper von 2010.

Radu Lupu und PR sind zwei Gegensätze, die niemals mehr zusammen finden werden. Er gibt keine Interviews, es gibt keine Videos, Fotos sind spärlich. Es gibt nur seine wunderbare Musik.

Rezitator: Renier Baaken
Text: "Die Musikerbeschimpfung" von Eduard von Bauernfeld

Ein Glas Milch, ein Teller mit frischem Obst, ein Vollkornbrötchen und eine Flasche Wasser stehen auf dem Arbeitstisch der Künstlergarderobe von Herbert Blomstedt. Diese schlichten Ingredenzien  könnten stellvertretend stehen für Bescheidenheit, ja, Askese, für Konzentration und Präsenz im Wesentlichen, für Beweglichkeit und Freundlichkeit, die der weltberühmte schwedische Dirigent auch mit fast 91 Jahren unvermindert ausstrahlt.

... für die romantischen Stunden am Abend!

Mittlerweile sind sie eher aus der Mode gekommen – die großen, handfesten Uraufführungsskandale in Oper und Konzert. Was auch immer an Nonsens und Geschmacklosigkeit den kranken Gehirnen der Verrückten unter den Opernregisseuren entspringen mag, was auch immer an Scheußlichkeiten der bizarren Phantasie so mancher zeitgenössischer Komponisten entfleucht – keine Inszenierung und kein Bühnenbild kann so großer Mist sein und keine Komposition kann noch so sehr nach „Arsch und Friedrich“ klingen, als dass sich das Publikum oder die Presse noch wirklich aufregen und empören würde.