© Harald Hoffmann
Hagen-Quartett

FV

Hagen Quartett

Donnerstag, 21. Januar 2021, 20 Uhr
Keine Einführung
Heinrich-Lades-Halle, Großer Saal
Rathausplatz 1, 91052 Erlangen

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Hagen-Quartett
Lukas Hagen, 1. Violine
Rainer Schmidt, 2. Violine
Veronika Hagen, Viola
Clemens Hagen, Violoncello

W. A. Mozart
Streichquartett G-Dur KV 387

W. A. Mozart
Streichquartett A-Dur KV 464

W. A. Mozart
Streichquartett C-Dur KV 465

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Hagen Quartett
© Harald Hoffmann

40 Jahre Weltspitze – das Hagen-Quartett

Kammermusik der absoluten Weltspitze erleben Sie beim Konzert des Hagen-Quartetts.

Es bestand ursprünglich aus vier Geschwistern, von denen drei nach wie vor in dem Quartett musizieren: Lukas (Violine), Veronika (Viola) und Clemens Hagen (Violoncello) haben Rainer Schmidt wie ein Familienmitglied aufgenommen, wie der Geiger selbst sagt.

Als „Hagen-Kinder“ gewann das Quartett Mitte der 1970er-Jahre beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ in Leoben den ersten Preis. 1981 lud Gidon Kremer das Quartett zu seinem ersten Kammermusikfest Lockenhaus ein; dieser erste Auftritt vor internationalem Publikum gilt als offizielle „Geburtsstunde“ des Quartetts. Das Quartett wurde wegen seines herausragenden künstlerischen Potentials von den „Granden“ der Klassik-Szene, wie etwa Nikolaus Harnoncourt, gefördert.

Von Dezember 2013 bis August 2017 spielte das Hagen Quartett auf vier Stradivari-In-
strumenten, die ihm von der Nippon Music Foundation als Leihgabe überlassen wurden. Die vier Stradivari-Instrumente hatten einst alle dem italienischen Geiger Niccolò Paganini gehört und sind seit 1946 als sogenanntes „Paganini-Quartett“ vereint geblieben.

Ihr Repertoire hat neben Romantik und zeitgenössischer Musik einen Schwerpunkt in der Wiener Klassik. Bekannt wurde das Hagen-Quartett besonders durch seine Gesamteinspielung sämtlicher Streichquartette von Wolfgang Amadeus Mozart. Wie es sich öfter zuträgt, war es der Umweg über die intensive Arbeit mit den Werken des ungarischen Komponisten György Kurtág, also eine scheinbar gänzlich andere musikalische Welt, die den vier Streichern neue Blickwinkel auf das Werk Mozarts schenkten.

Mit Sicherheit ist es eine Besonderheit des Hagen-Quartetts, dass es sich auch nach knapp 40 Jahren des gemeinsamen Arbeits- und Reisealltags und der gemeinsam erarbeiteten internationalen Hochachtung nie in einer Routine bequem gemacht hat.

Stattdessen haben sich die Hagens immer wieder selbst neu erfunden, neuen Zugang zu den Werken eröffnet und sich so ihre natürliche Spielfreude, die sich direkt auf den Hörer überträgt, erhalten.

Die Streichquartette von Wolfgang Amadeus Mozart bilden – zusammen mit den Werken gleichen Genres von Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven – einen Gipfel der Literatur für dieses Ensemble. Der gebürtige Salzburger führt in zuvor ungeahnte Komplexität der Komposition, stellenweise die Spätromantik vorwegnehmend. Dabei hat er die Stimmen oft so orchestral gesetzt, dass man versucht ist nachzuzählen, ob tatsächlich nur vier Musiker solch einen Klangrausch erzeugen.

Erleben Sie diese Höhepunkte musikalischer Schöpfung in der Interpretation des Hagen-Quartetts und tauchen Sie ein in die Faszination der Kammermusik auf Weltklasse-Niveau.

Text: Cora Uitting

Hagen Quartett
© Harald Hoffmann
Hagen Quartett

Die beispiellose, bereits fast vier Jahrzehnte andauernde Karriere des Hagen Quartetts begann 1981. Die ersten Jahre waren geprägt von Wettbewerbserfolgen und einem Exklusivvertrag mit der Deutschen Grammophon Gesellschaft. Innerhalb der zwanzigjährigen Zusammenarbeit entstanden etwa 45 Einspielungen, woraus sich das unverwechselbare Profil des Hagen Quartetts entwickelte. Dabei war und ist dem Hagen Quartett die Zusammenarbeit mit Künstlerpersönlichkeiten wie Nikolaus Harnoncourt (†) und György Kurtág ebenso wichtig wie gemeinsame Konzertauftritte mit Maurizio Pollini, Mitsuko Uchida, Sabine Meyer, Krystian Zimerman, Heinrich Schiff (†) oder Jörg Widmann. Das Konzertrepertoire und die Diskographie des Quartetts besteht aus reizvollen und intelligent kombinierten Programmen, die von Werken der frühen Epochen bis Kurtág die gesamte Geschichte des Streichquartetts umfassen. Für eine Vielzahl junger Streichquartette ist das Hagen Quartett Vorbild in Bezug auf Klangqualität, stilistische Vielfalt, Zusammenspiel und die ernsthafte Auseinandersetzung mit den Werken und Komponisten ihres Genres. Als Lehrer und Mentoren am Salzburger Mozarteum, der Hochschule Basel und bei internationalen Meisterkursen geben sie diesen großen Erfahrungsschatz an ihre jüngeren Kollegen weiter.

In der Saison 2019/20 konzertierte das Quartett in London, Luzern, Brüssel, München, Leipzig, Oslo, Rom, Budapest, Paris und Berlin, um nur einige der Stationen zu nennen. Tourneen führten nach Japan und in die Vereinigten Staaten reisen (Los Angeles, Seattle und San Diego), im Anschluss nach Südamerika (Buenos Aires und Sao Paulo). Für ihr Album mit Mozarts Streichquartetten KV 387 und KV 458 wurde das Hagen Quartett mit dem Diapason d'or und dem Choc vom Classica Magazine in Frankreich ausgezeichnet sowie in Deutschland mit dem ECHO Klassik 2016 für die beste Kammermusikeinspielung des 17./18. Jahrhundert geehrt. Im Januar 2019 erhielt das Hagen Quartett den Concertgebouw Prijs für seine langjährige künstlerische Strahlkraft und Mitgestaltung im Concertgebouw Amsterdam.

Das Hagen Quartett spielt auf alten italienischen Meisterinstrumenten.

Konzertsaal

Heinrich-Lades-Halle

Heinrich-Lades-Halle Erlangen, Innen
© Detlef Overmann | EKM GmbH
Großer Saal, Heinrich-Lades-Halle
© Detlef Overmann | EKM GmbH

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