FV

Silvestergala

(Sinfonieorchester des Nationaltheaters Prag/Jana Sibera/
Gerd Schaller)

Freitag, 31. Dezember 2021, 18 Uhr
Konzertende ca. 19.30 Uhr,

Heinrich-Lades-Halle, Großer Saal
Rathausplatz 1, 91052 Erlangen

Keine Konzerteinführung

Sinfonieorchester des Nationaltheaters Prag
Jana Sibera, Sopran
Gerd Schaller, Leitung

Johann Strauß
Die Fledermaus, Ouvertüre

Gioachino Rossini
Il Barbiere di Sevilla, Cavatina „Una voce poco fa“

Julius Fučik
Mississippi River, Marsch

Johann Strauß
Im Sturmschritt, Polka schnell op. 348

Johann Strauß
Die Fledermaus, Csárdás „Klänge der Heimat“

Johann Strauß
Kaiserwalzer op. 437

Carl Michael Ziehrer
Hereinspaziert!, Walzer op. 518

Franz Lehár
Die lustige Witwe, Vilja Lied

Josef Strauß
Feuerfest, Polka française op. 269

Eduard Strauß
Mit Extrapost!, Galopp op. 259

Charles Gounod
Roméo et Juliette, Arie der Juliette „Je veux vivre“

Franz von Suppé
Leichte Kavallerie, Ouvertüre

Jana Sibera
© SifiG
Jana Sibera

Die Sopranistin Jana Sibera ist Absolventin des Prager Konservatoriums und der dortigen Musikakademie. 1995 trat sie erstmals als Gast am Nationaltheater auf, wo sie – nach zehn Jahren an der Prager Staatsoper – seit 2012 als Solistin fest verpflichtet ist. Hier sang sie als fast alle bedeutenden Rollen ihres Fachs, aber auch die eine oder andere Koloraturpartie – von Mozarts Susanna bis zur Königin der Nacht, von Humperdicks Gretel bis zu Verdis Violetta – und so manch unbekanntes Schmankerl.

Auch auf Tourneen mit dem Orchester des Nationaltheaters Prag etwa durch Japan und Südkorea wurde die Sopranistin begeistert gefeiert, und viel Applaus bekam sie für ihre Zusammenarbeit mit dem Tenor Jonas Kaufmann für seine Profil-CD beim Label Decca.

Gerd Schaller
© Daniel Löb
Gerd Schaller

Er gilt als bedeutender Bruckner-Interpret der Gegenwart: Gerd Schaller ist — nach einem Dirigierstudium und Stationen an verschiedenen deutschen Staatstheatern — seit 2006 freischaffend tätig und wird immer wieder von zahlreichen bekannten Klangkörpern im In- und Ausland als Gastdirigent eingeladen.
Daneben gründete er 2008 die Philharmonie Festiva, ein Symphonieorchester mit ausgewählten Musikern deutscher Spitzenklangkörper, mit dem er seither seine eigenen anspruchsvollen Projekte verfolgt.

Im Zentrum von Gerd Schallers Schaffen steht seit Jahren insbesondere die Musik Anton Bruckners, von deren Kombination aus tiefster Emotionalität und höchster Komplexität der Dirigent bereits von frühester Jugend an fasziniert war. Aus dieser Faszination resultiert auch Schallers groß angelegtes Projekt Bruckner2024, mit dem Ziel, bis zum 200. Geburtstag Bruckners 2024 dessen wesentliche Werke in einer persönlichen Sichtweise auf CD aufzunehmen. Das Projekt startete mit den Symphonien, die Schaller — teils in bislang unbekannten Fassungen — mit der Philharmonie Festiva beim Label Profil Günter Hänssler inzwischen sämtlich auf CD eingespielt hat; eine Reihe, die im In- und Ausland mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. Ein Höhepunkt war dabei sicherlich auch seine nach den Skizzen des Komponisten erfolgte Ergänzung und Vervollständigung des Finalsatzes der 9. Symphonie, die ebenfalls auf CD erschienen ist und 2018 auch als Partitur verlegt wurde.

Zu diesem symphonischen Bruckner-Zyklus traten inzwischen unter anderem die Aufnahme einiger geistlicher Werke Bruckners, wie der f-Moll-Messe oder des 146. Psalms, sowie sämtliche Orgelwerke, eingespielt von Schaller selbst auf einem historischen Instrument.

Neben den Werken Bruckners begeistert sich der Dirigent mit seinem ausgeprägten Wissensdrang und seinem stetigen Interesse für Neues und Unbekanntes sehr für die Wiederentdeckung vergessener Werke und Raritäten des Repertoires, wie etwa Carl Goldmarks Oper Merlin, deren moderne Erstaufführung er dirigierte und deren Partitur er für den Verlag Ries & Erler edierte. Darüber hinaus machte sich Gerd Schaller in der Oper vor allem mit den Werken von Richard Wagner, Richard Strauss und Giuseppe Verdi einen hervorragenden Namen. Zum breiten Spektrum seiner Arbeit zählen aber auch seltener aufgeführte Komponisten, von Alban Berg bis Francesco Cilea, und auch im Konzertbereich erarbeitete sich Schaller im Laufe seiner Karriere ein enormes Repertoire, das Musik vom Barock bis in die Gegenwart umfasst.

Daneben ist der Dirigent künstlerischer Leiter des Ebracher Musiksommers, eines 1990 von ihm gegründeten Festivals, dem in den letzten Jahren vor allem dank Schallers fundierten Bruckner-Interpretationen in der dafür idealen Akustik der Ebracher Abteikirche auch international immer mehr Aufmerksamkeit zuteil wurde.

 

Symphonieorchester Prag
© Michal Linhart
Symphonieorchester des Nationaltheaters Prag

Das Symphonieorchester des Nationaltheaters Prag zählt zu den führenden Klangkörpern Tschechiens. Mit Gerd Schaller verbindet das Orchester aus der Goldenen Stadt eine langjährige musikalische Zusammenarbeit. Es wurde von führenden Musikerinnen und Musikern des Orchesters des Nationaltheaters Prag 1988 ins Leben gerufen. Die Entstehung des Orchesters und die Anfangsjahre prägte maßgeblich der Dirigent Zdenek Košler. Durch seine einzigartigen Interpretationen entstand im Laufe der Zeit ein ganz eigener Ausdruckstil, der sich im Prager und tschechischen Musikleben etablierte – und der für die Musik der kaiserlich-königlichen Hofballmusikdirektoren natürlich wie maßgeschneidert scheint!

Das Orchester ist jedoch nicht nur auf tschechischen, sondern auch auf internationalen Bühnen zuhause: Auftritte etwa in der Kölner Philharmonie oder dem Leipziger Gewandhaus, in Italien, Spanien, der Schweiz, Japan und Israel zählen zu den Höhepunkten der letzten Jahre. Gerne arbeiten die Musiker dabei auch mit bedeutenden Solisten aus dem In– und Ausland zusammen, doch im Mittelpunkt der Konzertarbeit stehen reine Orchesterproduktionen.

Im Laufe seines Bestehens konnte sich der Klangkörper so nicht nur den Ruf eines sehr vielseitigen Symphonieorchesters erspielen, sondern auch einen eigenen Charakter erarbeiten und bewahren.

Konzertsaal

Heinrich-Lades-Halle

Heinrich-Lades-Halle Erlangen, Innen
© Detlef Overmann | EKM GmbH
Großer Saal, Heinrich-Lades-Halle
© Detlef Overmann | EKM GmbH

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