© Tibor Bozi | Deutsche Grammophon
Daniel Hope

Abonnement II Gemischtes Abo, FV

Zürcher Kammerorchester

(Daniel Hope / Lynn Harrell / Maxim Lando)

Mittwoch, 08. Januar 2020, 20 Uhr
Programmeinführung 45 Minuten vor Konzertbeginn, Einlass 19 Uhr
Heinrich-Lades-Halle, Großer Saal
Rathausplatz 1, 91052 Erlangen

Was der Geiger Daniel Hope, der Cellist Lynn Harrell und der Pianist Maxim Lando zusammen mit dem Zürcher Kammerorchester beim gVe zaubern werden, dürfte dem großen Beethoven im Himmel gefallen. Und Ihnen garantiert auch.

Zürcher Kammerorchester
Daniel Hope,
Violine und Leitung
Lynn Harrell, Violoncello
Maxim Lando, Klavier

Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21

Ludwig van Beethoven
Klaviertrio B-Dur op. 11 „Gassenhauer“

Ludwig van Beethoven
Konzert für Violine, Violoncello,
Klavier C-Dur op. 56 „Tripelkonzert“

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Daniel Hope
© Nicolas Zonvi

Drei-Generationen-Trio

2020 ist ein großes Jahr für die internationale Musikwelt: Am 17. Dezember jährt sich der Geburtstag von Ludwig van Beethoven zum 250. Mal. Vollender der Wiener Klassik, Wegbereiter der Romantik, Revolutionär und Neuerer, Humanist und Menschenfreund: „Kein Komponist“, schrieb einst Leonard Bernstein, „hat je gelebt, der so unmittelbar zu so vielen Menschen spricht wie Beethoven – zu Jungen und Alten, Gebildeten und Laien, Intellektuellen und Naiven. Und zu all diesen Menschen aller Klassen, Nationalitäten und Ethnien spricht diese Musik von Menschlichkeit, Freiheit und Liebe.“

Drei-Generationen-Trio

In unserem reinen Beethoven-Programm zu Ehren des Komponisten im Abonnement II trifft das Zürcher Kammerorchester auf ein auserlesenes Trio. Es vereint drei Spitzenkünstler aus drei Generationen: den Cellisten Lynn Harrell (geb. 1944), den Geiger Daniel Hope (geb. 1973) und den Pianisten Maxim Lando (geb. 2003). Der junge US-Amerikaner ist ein echter Wunder-Teenager am Klavier. Bereits im Alter von 14 Jahren spielte er mit dem Orchester des St. Petersburger Mariinsky Theaters das 3. Klavierkonzert von Rachmaninow. An der Seite von Lang Lang und Chick Korea brachte er mit dem Philadelphia Orchestra in der New Yorker Carnegie Hall eine Fassung von Gershwins „Rhapsody in Blue“ für drei Klaviere und Orchester spektakulär zur Aufführung. 2018 gewann er schließlich die prestigeträchtigen Young Concert Artists Auditions.

Cello-Altmeister

Der Cellist Lynn Harrell, ebenfalls aus den USA, ist dagegen ein jung gebliebener Altmeister. Seit 50 Jahren ist er überall in der internationalen Musikwelt präsent – als Solist, Kammermusiker, Dirigent und Pädagoge. Viele seiner Aufnahmen – darunter die Bach´schen Solosuiten – zählen zu den Referenzaufnahmen des Cello-Repertoires. Für die Einspielung von Tschaikowskis Klaviertrio und die Gesamtaufnahme aller Beethoven-Klaviertrios holten Lynn Harrell und seine Trio-Partner Itzhak Perlman (Violine) und Vladimir Ashkenazy (Klavier) jeweils einen Grammy Award.

Star-Geiger

Auch der südafrikanisch-britische Star-Geiger Daniel Hope hat sich als Trio-Musiker profiliert: Von 2002 bis 2008 war er Primarius des legendären Beaux Arts Trios. Als Musiker wurde er von der Kritik vielfach mit Superlativen gerühmt. Die New York Times beschrieben ihn als „einen Geiger von durchdringendem Intellekt und eindrucksvollem Stil, kühn und brillant“. Und für den London Observer ist er „der aufregendste britische Streicherinstrumentalist seit Jacqueline du Pré“. Als Solist konzertiert er mit den berühmtesten Orchestern und Dirigenten der Welt. Neben seiner solistischen Tätigkeit ist Daniel Hope seit 2016 auch Musikdirektor des Zürcher Kammerorchesters.

„Musikalischer Staatsstreich“

Sein Gastspiel beim gVe eröffnet das Zürcher Kammerorchester mit „einem musikalischen Staatsstreich“ – so jedenfalls wurde bisweilen der provokative Anfang von Beethovens 1. Sinfonie mit einem dissonanten Dominantseptakkord genannt. Ansonsten aber nahm Beethoven mit diesem Werk ja überaus charmant Abschied vom 18. Jahrhundert. Mit dem „Gassenhauer-Trio“ (benannt nach der Opern-Schlagermelodie, die im Finale variiert wird) geht’s dann vom Sinfonischen ins Kammermusikalische. Beides verbindet sich schließlich im grandiosen Tripelkonzert, in dem das Klaviertrio zum Wettstreit mit dem Orchester im Mit- und Gegeneinander antritt … Ein spannender Abend, den Sie miterleben sollten!

Text: Klaus Meyer

Daniel Hope
© Nicolas Zonvi
Daniel Hope

Der Geiger Daniel Hope ist seit 25 Jahren als Solist auf den Bühnen der Welt unterwegs. Der Gewinner des Europäischen Kulturpreises 2015 ist für seine musikalische Kreativität und für sein Engagement für humanitäre Zwecke weltweit bekannt. Seit Beginn der Saison 2016/2017 ist Daniel Hope Musikdirektor des Zürcher Kammerorchesters, eines Orchesters, welches seit seiner Kindheit eine besondere Bedeutung für Daniel Hope besitzt.

Daniel Hope war Schüler des legendären Geigen-Pädagogen Zakhar Bron und von Yehudi Menuhin, der ihn auch nach seinem Studienabschluss 1996 unterstützte. Von 2002 bis 2008 war Daniel Hope jüngstes Mitglied des legendären Beaux-Arts Trios, mit dem er in allen europäischen und nordamerikanischen Musikzentren über vierhundertmal konzertierte. Der Boston Globe bezeichnete diese Formation als „stärkste in der Geschichte des Trios“.

Für seine inzwischen mehr als 25 Aufnahmen erhielt Daniel Hope Auszeichnungen wie den Deutschen Schallplattenpreis, den französischen Diapason d’Or, den Edison Classical Award, den belgischen Prix Caecilia, sieben ECHO-Klassik-Preise und zahlreiche Grammy-Nominierungen. Seine Aufnahme des Mendelssohn-Violinkonzertes und -Oktetts bezeichnete die New York Times als eine der besten des Jahres. Die preisgekrönte Aufnahme von Alban Bergs Violinkonzert wählte das Gramophone Magazine zur „top choice of all available recordings“. Die DG-Veröffentlichung von Max Richters Vivaldi Recomposed, die es auf Platz 1 der internationalen Klassik-Charts in 22 Ländern schaffte, gehört mit über 140.000 verkauften Exemplaren zu den meistverkauften CDs eines klassischen Künstlers.

Daniel Hope tritt regelmäßig in den bedeutenden Konzertsälen auf, wie z.B. in der Alten Oper Frankfurt, in der Carnegie Hall, dem Pariser Theatre- des-Champs-Elysés, der Londoner Wigmore Hall oder dem Amsterdamer Concertgebouw. Er ist regelmäßiger Gast bei allen großen internationalen Festspielen, u.a. BBC Proms, Lucerne Festival, Salzburger Festspiele, Schleswig-Holstein Musik Festival, Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, wo er von 2011 bis 2013 künstlerischer Direktor war, Verbier Festival, Aspen Music Festival, Hollywood Bowl und Tanglewood.

Seit 2004 ist er Associate Artistic Director des Savannah Music Festivals. Ab der Saison 2018/2019 wird er als Music Director des New Century Chamber Orchestra San Francisco jeweils mehrere Projekte pro Saison mit dem Orchester von der Geige aus leiten, nachdem er schon in den vergangenen Jahre als Artistic Partner mit diesem Orchester verbunden war.

Im Herbst 2017 wurde Hope die neu geschaffene Position des Künstlerischen Leiters der Dresdener Frauenkirche übertragen, zuständig ab 2019 für die musikalische Vermittlung der Botschaft des Gotteshauses, sowie das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Daniel Hope arbeitete mit Dirigenten wie Kurt Masur, Thomas Hengelbrock und Christian Thielemann zusammen und spielt mit den international renommiertesten Orchestern in Boston, Chicago, Berlin, Paris, London, Barcelona, Los Angeles und Tokyo.

Seine künstlerische Vielseitigkeit spiegelt sich auch in themenbezogenen Projekten mit Künstlern wie Klaus Maria Brandauer oder Sting sowie in Rundfunk- und Fernsehmoderationen wieder.

Auch als Buchautor ist Daniel Hope erfolgreich. Er ist inzwischen Verfasser von vier Büchern, erschienen beim Rowohlt-Verlag, die alle in die deutschen Bestseller-Listen kamen. Sein erstes Buch „Familienstücke. Eine Spurensuche“ erzählt die Geschichte seiner weitverzweigten Familie – seiner jüdischen Vorfahren. Aus diesem Grund legt Daniel Hope auch großen Wert darauf, bei Projekten jüdischer Komponisten mitzuwirken, wie z.B. in dem Album Terezín mit Anne-Sofie Otter. Er ist außerdem Koproduzent eines Dokumentarfims über Theresienstadt mit dem Titel Refuge in Musik, der 2013 bei DGG erschien.

Anfang Oktober 2017 startete der von ARTE/NDR koproduzierte Kinofilm „DANIEL HOPE – Der Klang des Lebens“ in den europäischen Kinos.

Kommunikation mit und für die Musik ist für Daniel Hope sehr wichtig und so engagiert er sich auch gesellschaftlich in Zusammenarbeit mit Live Music Now sowie Amnesty International.

Er spielt die Guarneri del Gesù "Ex-Lipinski" von 1742, die ihm zur Verfügung gestellt wird. Seit Januar 2016 lebt Daniel Hope mit seiner Familie in Berlin.

Lynn Harrell
© Andrew Stuart
Lynn Harrell

Lynn Harrells Präsenz ist in der gesamten musikalischen Welt spürbar. Als leidenschaftlicher Solist, Kammermusiker, Rezitalist, Dirigent und Lehrer hat der aus New York City stammende Cellist mit seiner Arbeit auf dem gesamten amerikanischen Kontinent, in Europa und in Asien die höchste Stufe der heute auftretenden Künstler erreicht.

Harrells fünfzigjährige Karriere führte ihn zu vielen führenden Orchestern, nach Boston, Chicago, New York, Philadelphia, San Francisco, Los Angeles, Detroit, Ottawa, Pittsburgh und zum National Symphony Orchestra. In Europa arbeitet er mit Orchestern aus London, München, Leipzig, Berlin, Dresden und Zürich zusammen. Er war auch in Australien, Neuseeland, Japan, Korea, Malaysia, Singapur, Taiwan und Hongkong tätig. Im Laufe seiner Karriere arbeitet er mit vielen angesehenen Dirigenten zusammen, darunter James Levine, Sir Neville Marriner, Kurt Masur, Zubin Mehta, André Previn, Sir Simon Rattle, Leonard Slatkin, Yuri Temirkanov, Michael Tilson Thomas und David Zinman.

In den letzten Spielzeiten trat Harrell mit den Sinfonie-Orchestern von Atlanta, Sydney und Detroit auf und spielte zum Saisonabschluss in der Carnegie Hall mit dem Metropolitan Opera Orchestra. Er spielte gemeinsam mit dem Gewandhausorchester Leipzig, den China und Seoul Philharmonics oder dem Orquestra Sinfônica Brasileira. Mit dem Mutter-Bronfman-Harrell-Trio tourte er durch Nordamerika und Europa und trat dabei unter anderem in der Carnegie Hall, im Maison Symphonique de Montreal und bei den Salzburger Festspielen auf. Zu seinen internationalen Aktivitäten zählen Engagements beim XV. Tschaikowsky-Wettbewerb, Zusammenarbeiten mit dem Seoul Philharmonic Orchestra unter Eliahu Inbal, mit dem Mariinsky Orchester unter der Leitung von Valery Gergiev, sowie Auftritte bei zahlreichen internationalen Festivals, wie beispielsweise in Verbier, Aspen, La Jolla, Tanglewood, beim Ravinia- und Scotia-Festival.

Harrell spielt ein 2008er Dungey-Cello. Er wohnt in Santa Monica, Kalifornien.

Maxim Lando
© Pierre Yves Ferrard
Maxim Lando

Der amerikanische Pianist Maxim Lando erregte 2017 im Alter von vierzehn Jahren nationale Aufmerksamkeit, als er zusammen mit dem Pianisten Lang Lang auf der Klavierbank saß und beim Gala-Eröffnungskonzert in der Carnegie Hall die Stellen übernahm, die Lang Lang mit seiner verletzten linken Hand nicht spielen konnte. Bei diesem Konzert traten sie gemeinsam mit Chick Corea und dem Philadelphia Orchestra unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin in einer völlig neuen, von drei Klavieren gespielten Version von Gershwins „Rhapsody in Blue“ auf. Als Pianisten-Duo spielten Maxim Lando und Lang Lang außerdem zusammen mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra, dem Toronto Symphony Orchestra, dem Vancouver Symphony Orchestra, dem Hawaii Symphony Orchestra und dem China NCPA Orchestra.

Maxim Landos Zusammenarbeit mit Lang Lang und Chick Corea wurde von der New York Times dokumentiert. In dieser Saison wird er erneut mit Chick Corea zusammenarbeiten, um Aufnahmen für die Chick Corea Music Workshops-Videoserie zu machen.

Im Jahr 2018 gewann Lando den ersten Preis bei den Young Concert Artists International Auditions sowie Sonderpreise für Auftritte bei der Candlelight Concert Society, der University of Florida Performing Arts, den Tri-I Noon Recitals an der Rockefeller University und der Vancouver Recital Society.

Er führte das dritte Rachmaninow-Konzert mit dem russischen Mariinsky-Theaterorchester in Sankt Petersburg auf und kehrt in dieser Saison dorthin zurück, um das Tschaikowsky-Konzert aufzuführen. Er trat auch mit dem russischen Nationalorchester, dem Bolschoi-Symphonieorchester, dem Moskauer Philharmonieorchester, dem Kazakh State Philharmonic Orchestra und dem Israel Philharmonic Orchestra auf.

Maxim Lando arbeitete mit den Violinisten Julian Rachlin und Daniel Hope bei der Rising Stars Series in München zusammen und gab Solo- und Kammermusikkonzerte im National Center for Performing Arts in Peking, beim Kissinger Sommer in Deutschland, auf dem Ravinia Festival in Chicago, bei der Louis Vuitton Foundation in Paris, auf dem Samos Young Artist Festival in Griechenland, dem Dinard International Music Festival in Frankreich, den Jupiter Symphony Chamber Players in New York City und in dem Jay Pritzker Pavilion im Millennium Park in Chicago.

Maxim Lando gewann die Goldmedaille beim Internationalen Musikwettbewerb 2017 in Berlin. Er ist Stipendiat der Artemisia Akademie an der Yale University, Alumnus der Lang Lang International Music Foundation und Student von Hung-Kuan Chen (YCA Alumnus) und Tema Blackstone am Juilliard Pre-College.

Zürcher Kammerorchester
© Sandro Diener
Zürcher Kammerorchester

1945 durch Edmond de Stoutz gegründet, zählt das Zürcher Kammerorchester heute zu den führenden Klangkörpern seiner Art. Unter der Leitung von Edmond de Stoutz und später von Howard Griffiths und Muhai Tang erlangte das Ensemble internationale Anerkennung. In der Ära mit dem weltweit angesehenen Principal Conductor Sir Roger Norrington, von 2011 bis 2015, konnte das Zürcher Kammerorchester seine hervorragende Reputation nachhaltig festigen. Seit der Saison 2016/17 leitet Music Director Daniel Hope das Orchester.

Regelmässige Einladungen zu internationalen Festivals wie die BBC Proms in der Londoner Royal Albert Hall, Gastspiele in bedeutenden Musikzentren, Konzerttourneen durch europäische Länder, die USA, Asien und Südafrika sowie zahlreiche, von der Fachpresse gefeierte Tonträger belegen das weltweite Renommee des Zürcher Kammerorchesters. 2017 wurde das Orchester für zwei CD Produktionen mit dem Echo Klassik in der Kategorie "Klassik ohne Grenzen" ausgezeichnet.

Das Repertoire ist breit gefächert und reicht von Barock über Klassik und Romantik bis zur Gegenwart. Bemerkenswert ist zudem die Zusammenarbeit mit Musikern aus anderen Bereichen wie Jazz, Volksmusik und populäre Unterhaltung. Die Nuggi-, Krabbel-, Purzel-, abc-und Kinderkonzerte, die Vermittlungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie die Förderung junger Instrumentalisten sind dem Zürcher Kammerorchester ebenso wichtig wie die kontinuierliche Zusammenarbeit mit weltweit gefeierten Solisten.

Konzertsaal

Heinrich-Lades-Halle

Heinrich-Lades-Halle Erlangen, Innen
© Detlef Overmann | EKM GmbH
Großer Saal, Heinrich-Lades-Halle
© Detlef Overmann | EKM GmbH

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