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Radio-Symphonieorchester Prag

(Josef Špaček / Petr Popelka)

Wo

Heinrich-Lades-Halle, Großer Saal, Erlangen

Tag

Uhrzeit

Besetzung

Josef Špaček, Violine
Petr Popelka, Leitung

Programm

Ludwig van Beethoven
Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61

Johannes Brahms
Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73

Der neue Stern am Geigerhimmel – jung, männlich, unwiderstehlich

Josef Špaček ist ein Rising Star am Himmel der Violinvirtuosen. Als Erlangens ältestem Kulturverein ist es dem gVe Vergnügen und Verpflichtung, seinem Publikum Künstler auf die Konzertbühne zu bringen, die in ihrer noch jungen Karriere bereits überzeugende Meriten erworben haben, und die sowohl vom künstlerischen Talent als auch von der Persönlichkeit her zweifellos im kleinen Kreis der absoluten Weltspitze angekommen sind.

Der attraktive Mittdreißiger, der aus einer Musikerfamilie stammt, wirkte nach seinen Studien am Prager Konservatorium, der New Yorker Julliard School of Music bei Itzhak Perlman und am Curtis Institute of Music in Philadelphia bei Ida Kavafian und Jaime Laredo zunächst als Konzertmeister der Tschechischen Philharmonie und baute parallel dazu eine steile Weltkarriere auf. Mit der erfolgreichen Teilnahme an internationalen Wettbewerben wie dem Concours Reine Elisabeth in Brüssel, der Michael Hill International Violin Competition in Neuseeland, der Carl Nielsen International Violin Competition in Dänemark und den Young Concert Artists International Auditions in New York erregte er weltweit Aufsehen. Seit der Saison 2020/2021 konzentriert sich Josef Špaček ausschließlich auf seine Solokarriere, die ihn sowohl als Gast namhafter Orchester als auch als Kammermusiker an die Hotspots der klassischen Musik führt.

Die Menschen rund um den Erdball, von den USA über Europa bis Asien, erliegen seinem unwiderstehlichen Geigenton, seiner unfassbaren Technik und der individuellen Perspektive, die er wohlbekannten Werken gegenüber einnimmt. Konzerte mit Josef Špaček eröffnen immer wieder neue, interessante Blickwinkel, wobei der Geist der Komposition stets gewahrt bleibt.

Sein Repertoire ist ebenfalls sehr individuell, so hat Josef Špaček für seine erste CD die Solosonaten des legendären Geigenvirtuosen Eugène Ysaÿe aufgenommen. Auch Werke von Heinrich Wilhelm Ernst, Sergei Prokofiev, Bedřich Smetana hat er eingespielt und – allseits hoch gelobt – die Violinkonzerte von Antonin Dvořák und Leoš Janáček sowie die berühmte Fantasie von Josef Suk.

In kürzester Zeit hat sich Josef Špaček zu einem gefragten Soloviolinisten entwickelt, was die Liste der Klangkörper, die ihn zu Auftritten eingeladen haben, beweist. So musizierte er mit dem Orchestre de Paris, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, den Bamberger Symphonikern, dem Scottish Chamber Orchestra, dem Konzerthausorchester Berlin, der Tschechischen Philharmonie, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Philharmonischen Orchester Helsinki, dem Orchestre Philharmonique du Capitole de Toulouse, dem Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI Torino, dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra, dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt, der Deutschen Radio Philharmonie, der Academy of St Martin in the Fields, dem Shanghai Symphony Orchestra, dem Netherlands Philharmonic Orchestra, dem Rotterdam Philharmonic Orchestra, dem Orchestre Philharmonique de Luxembourg, dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg, dem Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo, dem Stavanger Symphony Orchestra, dem Symfonieorkest Vlaanderen und der Kammerakademie Potsdam. Auch die Namen der Dirigenten, mit denen Josef Špaček aufgetreten ist, liest sich wie das Who is Who der internationalen Stabführergilde: Jakub Hrůša, Semyon Bychkov, Manfred Honeck waren seine Partner genauso wie Valery Gergiev, Thomas Adès, Krzysztof Urbański, James Gaffigan, James Conlon, Maxim Emelyanchev, Petr Popelka, Thomas Søndergård, Cornelius Meister, Michael Sanderling, David Zinman, Eliahu Inbal, Tomáš Netopil, Pietari Inkinen, Marc Albrecht, Aziz Shokhakimov, Christian Vasquez, Jahja Ling and Lio Kuokman.

Auch die renommierten Festivals in Verbier, Evian, Schloß Elmau, im Kennedy Center in Washington, D.C. oder La Jolla in San Diego heißen den jungen Virtuosen willkommen.

Ingles & Hayday sind begeisterte Fans von Josef Špaček und haben ihm die „LeBrun; Bouthillard“ von Guarneri des Gesù von circa 1732 zur Verfügung gestellt, mit der er in Erlangen zusammen mit dem geschätzten Dirigenten Petr Popelka das beliebte Violinkonzert von Ludwig van Beethoven spielen wird.
Josef Špaček privat: Er lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Prag und fährt in seiner Freizeit gern Rad.

Text: Otto Deininger

© Radovan Subin
© Radovan Subin
© Vojtech Brtnicky

Josef Špaček

Für seine beeindruckende Klangästhetik, konzentriert-packende Bühnenpräsenz und technisch-virtuosen Fähigkeiten gepriesen, erspielte sich Josef Špaček eine führende Position unter den Geigern seiner Generation. Seine Interpretationen des umfangreichen Violinrepertoires wurden für ihre „erstaunliche Artikulation und Athletik“ (The Scotsman) sowie „Fülle und Würze im Timbre“ (The Telegraph) gelobt.

Zu den Höhepunkten der letzten Spielzeiten zählen Debüts bei den Bamberger Symphonikern, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Konzerthausorchester Berlin, Kammerakademie Potsdam, Tonhalle-Orchester Zürich, Orchestre de Paris, Orchestre Philharmonique du Luxembourg, Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI Torino, Rotterdam Philharmonic Orchestra, Helsinki Philharmonic Orchestra, Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra und Shanghai Symphony Orchestra unter Dirigenten wie Manfred Honeck, Jakub Hrůša, Semyon Bychkov, Valery Gergiev, Jiří Bělohlávek, David Zinman, Krzysztof Urbański, Thomas Adès, James Conlon, Michael Sanderling, Thomas Søndergård, Eliahu Inbal, Tomáš Netopil oder Cornelius Meister.

Auch mit Solorecitals und als Kammermusiker ist Josef Špaček sehr gefragt und konzertierte bereits im Wiener Konzerthaus, Muziekgebouw aan ‘t IJ in Amsterdam, Rudolfinum Prag, Schloss Elmau, bei der Kronberg Academy, sowie bei den Festivals

in Verbier und Rosendal; außerdem bei diversen Veranstaltern in Asien und den USA: darunter das Kennedy Center, Washington D.C., 92Y in New York, La Jolla in San Diego, ChamberFest Cleveland und Nevada Chamber Music Festival. Mit der Tschechischen Philharmonie spielte er unter der Leitung von Jiří Bělohlávek die Violinkonzerte von Dvořák und Janáček, sowie die Fantasie von Suk ein (Supraphon) – „in diesem Repertoire ist Špaček heute unübertroffen,“ befand die Sunday Times. Weitere Einspielungen widmen sich dem tschechischen Violinrepertoire und bspw. sämtlichen Solosonaten von Eugène Ysaÿe. Aktuell

arbeitet er an einer neuen Solo-CD mit Werken von Szymanowski, Martinů und Strawinsky und an einer Einspielung sämtlicher Violinkonzerte von Martinů mit dem Tschechischen Rundfunkorchester Prag unter der Leitung von Petr Popelka.

In der Saison 2021/2022 wird Josef Špaček u.a. mit der Deutschen Radio Philharmonie (Pietari Inkinen), den Bamberger Symphonikern (Cristian Măcelaru) und dem hr-Sinfonieorchester (Petr Popelka) konzertieren sowie im Trio zusammen mit Lukáš Vondráček und István Várdai zu erleben sein.

Josef Špaček studierte bei Itzhak Perlman an der Juilliard School in New York, bei Ida Kavafian und Jaime Laredo am Curtis Institute of Music in Philadelphia sowie bei Jaroslav Foltýn am Prager Konservatorium. Er war Preisträger des Internationalen

Königin-Elisabeth-Wettbewerbs in Brüssel und gewann Spitzenpreise beim Internationalen Michael Hill Violinwettbewerb in Neuseeland, beim Internationalen Carl Nielsen Violinwettbewerb in Dänemark und bei den Young Concert Artists International Auditions in New York. Ehemals jüngster Konzertmeister der Tschechischen Philharmonie, widmet er sich seit 2020 ausschließlich seiner Solokarriere.

Josef Špaček spielt auf der Violine “LeBrun; Bouthillard” (ca. 1732) von Guarneri del Gesù, einer großzügigen Leihgabe von Ingles & Hayday.

Petr Popelka

  • Chefdirigent Norwegisches Rundfunkorchester
  • Designierter Chefdirigent und Künstlerischer Leiter Radio-Symphonieorchester Prag (ab September 2022)
  • Erster Gastdirigent Janáček Philharmonie Ostrava

Innerhalb von zwei Spielzeiten hat sich Petr Popelka als einer der inspirierendsten Dirigenten seiner Generation einen Namen gemacht. Der Tscheche ist seit August 2020 Chefdirigent des Norwegischen Rundfunkorchesters in Oslo und wird mit der Saison 2022/2023 zusätzlich Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Radio-Symphonieorchesters Prag. Außerdem steht er als Erster Gastdirigent regelmäßig am Pult der Janáček Philharmonie Ostrava.

Schwerpunkte der Osloer Konzertsaison 2021/2022 sind ein Festkonzert zum 75-jährigen Jubiläum des Orchesters zusammen mit Vilde Frang im Osloer Opernhaus, ein Schumann-Zyklus mit sämtlichen Symphonien und dem Oratorium Das Paradies und die Peri, Wagners Ring in der Fassung von Lorin Maazel sowie mehrere Uraufführungen.

In der Saison 2021/2022 kehrt Petr Popelka u.a. zur Sächsischen Staatskapelle Dresden (ZDF Adventskonzert), NDR Elbphilharmonie Orchester, Danish National Symphony Orchestra, Bergen Philharmonic Orchestra, Radio-Symphonieorchesters Prag, FOK Prager Sinfonieorchester und Aalborg Symphony Orchestra zurück und debütiert bei der Tschechischen Philharmonie, hr-Sinfonieorchester, Deutschen Radio Philharmonie, Staatskapelle Weimar, Mozarteumorchester Salzburg, Orchestre de Chambre de Lausanne und Sinfonieorchester St. Gallen. Eine Neuproduktion von Schostakowitschs Die Nase (Regie: Peter Konwitschny) führt ihn an die Semperoper Dresden und eine neue Carmen an das Prager Nationaltheater, wo er auch eine Figaro-Serie dirigieren wird. Im Sommer 2021 gab er sein gefeiertes Debüt bei den Wiener Symphonikern im Wiener Konzerthaus.

In der Saison 2019/2020 war Petr Popelka der erste Conductor Fellow des NDR Elbphilharmonie Orchesters. 2017 gewann er den Neeme-Järvi-Preis der Gstaad Menuhin Festival Academy, nachdem er sich seit 2016 vermehrt dem Dirigieren widmete. Wichtige dirigentische Impulse erhielt er von Vladimir Kiradjiev und Alan Gilbert sowie bei Meisterkursen von Peter Eötvös, Jaap van Zweden und Johannes Schlaefli.

Petr Popelka erhielt seine musikalische Ausbildung in seiner Heimatstadt Prag und in Freiburg. 2010 bis 2019 war er stellvertretender Solo-Kontrabassist der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Neben dem Dirigieren nimmt das Komponieren eine wichtige Position in Petr Popelkas künstlerischer Arbeit ein.

PKF — Prague Philharmonia (c) Ivan Malý
© Ivan Malý
© Radovan Subin