Anna Vinnitskaya am Klavier
© Marco Borggreve
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Anna Vinnitskaya

(Royal Scottish National Orchestra / Thomas Søndergård)

Heinrich-Lades-Halle, Großer Saal, Erlangen

Royal Scottish National Orchestra
Anna Vinnitskaya, Klavier
Thomas Søndergård, Leitung

Dorothy Howell
„Lamia“ – Sinfonische Dichtung

Pjotr Iljitsch Tschaikowsky
Klavierkonzert Nr. 1 in b-Moll, op. 23

Edward Elgar
Sinfonie Nr. 1 in As-Dur, op. 55

Die perfekte Verbindung von
äußerer Ruhe und innerer Spannung

Die russische Pianistin Anna Vinnitskaya ist eine Künstlerin, die ihr Publikum mit Intelligenz, Leidenschaft und überwältigender Klangkultur begeistert. Regelmäßig nimmt die Starpianistin die Zuhörer mit auf eine fesselnde Reise in die Tiefe der Musik.

Geboren in Noworossijsk und musikalisch geprägt am traditionsreichen Konservatorium in Sankt Petersburg, machte sie spätestens mit dem Gewinn des renommierten Concours Reine Elisabeth in Brüssel 2007 international auf sich aufmerksam. Dieser Triumph war kein Zufall, sondern Ausdruck einer außergewöhnlichen künstlerischen Reife und Persönlichkeit. Seitdem ist sie auf den bedeutendsten Bühnen Europas, Asiens und Amerikas zu Hause und musiziert mit führenden Orchestern und Dirigenten unserer Zeit.

Was Anna Vinnitskaya so besonders macht, ist die einzigartige Verbindung von technischer Souveränität und innerer Intensität. Ihre Virtuosität wirkt niemals äußerlich oder effekthascherisch – sie steht immer im Dienst der Musik. Mit klarem, leuchtendem Ton, feiner Nuancierung und beeindruckender struktureller Durchdringung entfaltet sie selbst komplexeste Partituren mit scheinbarer Selbstverständlichkeit. Ob Rachmaninoff, Prokofjew, Brahms oder Ravel: Ihr Spiel besitzt eine natürliche Autorität und zugleich eine berührende Verletzlichkeit.

Dabei strahlt sie auf der Bühne eine ruhige Konzentration aus, die einen sofort in den Bann zieht. Man spürt ihre tiefe Verbundenheit mit dem Werk – und genau das überträgt sich unmittelbar auf das Publikum. Es sind diese Momente, in denen der Atem im Saal spürbar anhält, in denen Musik zur existenziellen Erfahrung wird. Beides können Sie bei Tschaikowskys hochromantischem Klavierkonzert selbst spüren.


© Marco Borggreve

© Marco Borggreve

Neben ihrer internationalen Konzerttätigkeit ist Anna Vinnitskaya auch eine leidenschaftliche Pädagogin. Als Professorin an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg gibt sie ihre Erfahrung und künstlerische Haltung an die nächste Generation weiter – mit derselben Ernsthaftigkeit und Hingabe, die ihr eigenes Spiel prägt.

Vermehrt fungiert Anna Vinnitskaya auch als Jurorin bei renommierten Wettbewerben im Fach Klavier, wie dem Concours Reine Elisabeth im Mai 2025 sowie dem Internationalen Musikwettbewerb der ARD im September 2025.

Anna Vinnitskaya ist Mutter eines Sohnes und findet, Familie und künstlerisches Wirken bilden keinen Gegensatz, sondern bereichern sich gegenseitig.

Ein Konzert mit Anna Vinnitskaya bedeutet, Musik in ihrer ganzen emotionalen und geistigen Dimension zu erleben. Man verlässt den Saal inspiriert, bewegt und erfüllt – und mit dem sicheren Gefühl, eine außergewöhnliche Künstlerin erlebt zu haben.

Text: Cora Uitting